Wenn das Thermometer auf 30 Grad und mehr klettert, denken viele zuerst an Sonnencreme und kühle Getränke. Doch auch das Auto braucht im Sommer besondere Aufmerksamkeit – und wer lange Strecken fährt, sollte auch auf sich selbst achten. Wir haben die wichtigsten Tipps zusammengestellt: für ein sicheres Fahrzeug, eine entspannte Fahrt und den Schutz aller Mitfahrer.
Das Fahrzeug: Was die Hitze verändert
Reifendruck prüfen – und zwar richtig
Im Sommer dehnt sich die Luft in den Reifen aus. Wer seinen Reifendruck bei kühler Temperatur korrekt eingestellt hat, kann bei starker Hitze schnell im überhöhten Bereich landen und das wirkt sich auf Fahrstabilität, Bremsweg und Reifenverschleiß aus. Umgekehrt gilt: Nie Luft aus warmen Reifen ablassen. Die Werte immer am kalten Reifen prüfen, idealerweise morgens oder nach kurzem Standort.
Die richtigen Druckwerte finden sich im Fahrzeughandbuch oder auf dem Aufkleber an der Fahrertür. Bei Unsicherheit: einfach kurz bei einem unserer Franchisepartner vorbeifahren oder anrufen, der Reifendruckcheck ist kostenlos.
Klimaanlage: Komfort und Gesundheit
Eine Klimaanlage, die nicht richtig kühlt, ist mehr als unangenehm. In den Verdampfern können sich Bakterien und Schimmel ansiedeln, die dann mit der Luft im Innenraum verteilt werden. Typische Warnsignale sind schlechte Gerüche beim Einschalten oder unzureichende Kühlleistung.
Ein professioneller Klimaservice, bestehend aus Kältemittelprüfung und Hygienespülung, sollte spätestens dann erfolgen, wenn die Anlage auffällig wird. Wer die Anlage vor dem Urlaub prüfen lässt, fährt mit gutem Gewissen.
Motoröl und Kühlwasser im Blick behalten
Bei Dauerbelastung auf der Autobahn, voller Beladung, Anhänger, Klimaanlage auf Volllast, steigen die Temperaturen im Motorraum. Zu wenig Motoröl oder ein niedriger Kühlmittelstand können dann schnell zu echten Schäden führen. Kurz vor der Urlaubsfahrt lohnt sich deshalb ein Blick unter die Motorhaube: Öl und Kühlwasser sollten sich im grünen Bereich befinden.
Scheibenwischer und Scheibenwaschanlage
Starker Sommerregen nach langer Trockenheit ist heimtückisch: Öl und Staub auf der Straße verbinden sich mit dem ersten Regen zu einer rutschigen Schicht. Gleichzeitig werden die Wischer oft monatelang nicht gebraucht und versagen dann im entscheidenden Moment. Wischer vor dem Sommer prüfen oder tauschen kostet wenig.
Vorsicht beim Einsteigen: heiße Oberflächen
Was viele unterschätzen: Nicht nur die Luft im Innenraum wird heiß. Lenkrad, Gurtschlösser und Kindersitze können sich bei direkter Sonneneinstrahlung auf bis zu 80 Grad aufheizen. Berühren ohne Nachdenken kann zu Verbrennungen führen. Besonders bei Kindern, die sich selbst anschnallen, sollten Sie darauf Acht geben und sie entsprechend vorwarnen.
Empfehlung: Vor dem Einsteigen kurz lüften, Sonnenschutz für die Windschutzscheibe nutzen und Kindersitz mit einem hellen Tuch abdecken, wenn das Auto in der Sonne steht.
Empfindliche Gegenstände nicht im Auto lassen
Handys, Feuerzeuge, Getränkedosen unter Druck und andere hitzeempfindliche Gegenstände gehören bei sommerlichen Temperaturen nicht ins geparkte Auto. Die Hitze kann Akkus dauerhaft schädigen, im schlimmsten Fall auch Brandgefahr erzeugen.
Der Fahrer: Wer fit ist, fährt sicher
Genug trinken
Im Sommer schwitzt man auch beim ruhigen Sitzen mehr als man denkt. Bereits ein leichter Flüssigkeitsmangel beeinträchtigt Konzentration und Reaktionsvermögen spürbar. Die Empfehlung: mindestens 0,5 Liter Wasser pro Stunde bei großer Hitze, auch wenn man keinen Durst verspürt.
Koffeinhaltige Getränke oder Alkohol sind keine Alternative: Sie verstärken die Dehydrierung. Wasserflaschen griffbereit im Auto mitnehmen, am besten in einer Kühltasche.
Regelmäßige Pausen auf langen Strecken
Hitze ermüdet und das schneller als viele glauben. Das Gehirn und die Muskeln arbeiten unter Wärmebelastung auf Hochtouren, die Konzentration lässt nach. Die Faustregel lautet: alle zwei Stunden mindestens 15 Minuten Pause. Nicht auf dem Parkplatz im stehenden Auto sitzen, sondern rausgehen, strecken, Schatten suchen.
Wer Anzeichen von Erschöpfung, Schwindelgefühl oder Kopfschmerzen bemerkt sollte sofort anhalten. Das Ziel schnell zu erreichen ist nicht so wichtig wie die sichere Ankunft.
Optimale Abfahrtszeiten wählen
Die heißesten Stunden des Tages liegen meist zwischen 13 und 17 Uhr. Wer flexibel ist, startet lieber früh morgens oder nach dem Abendessen. Auf beliebten Urlaubsrouten kommt dazu der Stau-Effekt: Stopp-and-go bei 35 Grad kostet deutlich mehr Nerven und Energie als eine frühe Fahrt auf freier Straße.
Das darf nie passieren: Kinder und Tiere im Auto
Dieser Punkt verdient besondere Aufmerksamkeit denn hier geht es um Leben und Tod.
Kinder niemals allein im Auto lassen
Ein geparktes Auto heizt sich in der Sonne extrem schnell auf. Bereits bei 20 Grad Außentemperatur kann die Innentemperatur innerhalb von 10 Minuten auf über 40 Grad steigen. Bei 30 Grad Außentemperatur sind es binnen kurzer Zeit 50, 60 oder mehr Grad. Für Kinder, deren Körper Wärme deutlich schlechter abführen kann als der eines Erwachsenen, ist das lebensgefährlich. Besonders Babys und Kleinkinder sind betroffen: Ihre Schweißproduktion ist noch eingeschränkt, der Körper schnell überfordert.
Die häufigste Situation: „Ich bin nur kurz weg.“ Fünf Minuten können ausreichen, um ein Kind in lebensbedrohliche Gefahr zu bringen. Kinder und Tiere immer mitnehmen oder draußen warten lassen.
Hitzschlag beim Kind erkennen und richtig reagieren
Ein Hitzschlag ist ein medizinischer Notfall. Typische Warnsignale bei Kindern sind: hochroter Kopf, gerötete und heiße Haut, schnelle flache Atmung, stumpfer Gesichtsausdruck, Körpertemperatur über 40 Grad und im schlimmsten Fall Bewusstlosigkeit oder Krämpfe.
Bei diesen Anzeichen sofort den Notruf 112 wählen. Bis der Rettungsdienst eintrifft: Kind in den Schatten bringen, Kleidung lockern, Beine hochlegen und mit lauwarmem Wasser kühlen. Ist das Kind bei Bewusstsein, vorsichtig etwas zu trinken anbieten.
Entdecken Sie ein Kind oder ein Tier in einem heißen geparkten Auto: Notruf 112 und im Zweifel die Scheibe einschlagen. Das ist in dieser Situation rechtlich gerechtfertigt.
Fazit: Gut vorbereitet in den Sommer starten und ihn genießen
Die meisten Probleme, die bei Hitze entstehen, lassen sich mit ein bisschen Vorbereitung vermeiden. Ein kurzer Check vor der großen Fahrt, Reifen, Klimaanlage, Flüssigkeiten. Das gibt Sicherheit und schützt vor unangenehmen Überraschungen unterwegs.
Wir helfen gerne dabei: Mit unserem Urlaubs-Check prüfen wir die wichtigsten Punkte schnell und transparent – damit Sie entspannt in den Urlaub starten.
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KI-Hinweis: Das Beitragsbild wurde mit Hilfe von KI erstellt.
